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3. Stammtisch der Ausbildung

Der dritte Stammtisch der Ausbildung, der am 21.06.2016 von 14:00 bis 16:30 in der Ernst-Heckel-Schule stattfand, hatte diesmal den Arbeitstitel: „Was braucht Schule und was erwarten Unternehmen, um den Übergang in die duale Berufsausbildung zielgerichteter zu gestalten“. Es waren Vertreter von Unternehmen, Schulen, der Jugendberufsagentur, der IHK  sowie Bildungs- und Beratungsdienstleistern anwesend. Ein großer Dank gilt dem Gastgeber, der diese Veranstaltung räumlich, technisch und mit Kaffee und Kuchen super vorbereitet hat.

Unter dem gegenwärtigen Spannungsfeld, dass es einerseits viele (kleine) Unternehmen gibt, die ihre bereitgestellten Ausbildungsplätze nicht besetzen können, zunehmend SchulabgängerInnen eher den Weg über eine Berufsschule wählen oder nach dem Abitur ein Studium aufnehmen, entwickelte sich eine sehr interessante und sehr tiefe Diskussion. Für alle Beteiligten war es wichtig, die Sichtweisen des Anderen im Übergang Schule – Beruf kennen zu lernen und in ihre Vorstellungen einzubeziehen. Bedauerlicherweise hatten nur 5 von über 100 eingeladenen Unternehmen Zeit, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Gerade in der sich weiter verschärfenden Situation der z. Z. unzureichenden Fachkräftesicherung in einer zunehmenden Anzahl von Unternehmen, ist ein Austausch aller Partner und das Finden gemeinsamer, effektiver Lösungen u.a. zur duale Ausbildung wichtig, um eventuelle Veränderungen der Rahmenbedingungen im Übergang Schule – Beruf anregen zu können. Das zielt auch auf Fragen, wie: „Beginnt Berufsorientierung nicht schon im Kleinkindalter?“ oder „Müssen nicht auch die Eltern wieder mehr in den Prozess der Berufsfindung einbezogen werden?“: so die TeilnehmerInnen der Veranstaltung. Da dieser Stammtisch nur einen ersten kleinen Schritt auf neuen Pfaden bedeuten kann, freuen sich alle auf weitere solcher Veranstaltungen mit dann hoffentlich größerer Beteiligung von Unternehmen oder Vertretern von Unternehmensverbänden.

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Die Werbewirkungsforschung für meine Bewerbung nutzen: AIDA

Das Modell A.I.D.A. stellt anhand von vier Stufen dar, welche Wirkungen eine Werbung beim Adressaten durchlaufen muss, um zum Erfolg (z.B. Kauf des Produktes) zu führen. A.I.D.A steht für Attention (Aufmerksamkeit erregen), Interest (Interesse halten), Desire (Verlangen wecken), Action (Handlung auslösen). Kurz: damit eine Werbung dazu führt, dass Menschen zum handeln (kaufen) motiviert werden, muss sie chronologisch bestimmte Stufen erklimmen. Interessant ist, dass alle vier nur jeweils aufeinander aufbauend wirken. So kann nur die Wirkung der nächsthöheren Stufe erreicht werden, wenn die Werbewirkung der niedrigeren Stufe vorher erreicht wurde.

Aus dieser Theorie, die die Werbewirkung für eine Produkt- oder Dienstleistungswerbung analysiert, lassen sich interessante Schlüsse für eine schriftliche Bewerbung um einen Arbeitsplatz ziehen. Ein paar davon haben wir hier zusammengestellt:

Attention

Mit welchen Mitteln kann ich mit meiner schriftlichen Bewerbung Aufmerksamkeit erregen?
Dies kann schon bei der Auswahl (oder beim Weglassen) der Bewerbungsmappe geschehen. Diese kann statt schwarz, dunkelblau oder grau auch eine Farbe wie grün oder rot haben, um aus den restlichen Mappen farblich hervorzustechen. Wenn die Branche, innerhalb derer ich mich bewerbe, sehr seriös ist, reicht oft schon ein kleiner farblicher Akzent auf einer ansonsten gedeckt farbigen Mappe. Auch mit der Auswahl des Papieres kann ich mich von den restlichen Bewerbungen abheben. Mit einem aussagekräftigen Bewerbungsfoto in einem ungewöhnlichen Format, in einer ungewöhnlichen Größe oder an einer ungewöhnlichen Stelle platziert, kann ich die erste Stufe des bloßen „Auffallens“ erklimmen.

In der Ausdrucksweise kann ich für diese Stufe mit einer einfachen, klaren und authentischen Sprache punkten, die die üblichen Bewerbungsfloskeln auslässt und die trotzdem Respekt, Höflichkeit und sichere Rechtschreibung und Grammatik beinhaltet.

Inhaltlich kann ich für diese „Eingangsphase“ gleich am Anfang des Anschreibens auf eine persönliche Besonderheit hinweisen, beispielsweise eine ungewöhnliche Kombination von Abschlüssen oder Arbeitserfahrungen, die neugierig macht.

Interest

In welcher Weise kann ich die erlangte Aufmerksamkeit in ein längeres Interesse umwandeln?
Dies kann gelingen, indem ich relativ am Anfang des Anschreibens meine authentische Motivation für diese Bewerbung beschreibe. Arbeitgeber erwarten eine schlüssige Begründung für den nächsten beruflichen Schritt. Dies gilt in besonderem Maße, wenn es vorher einen Bruch in der Arbeitsbiographie gibt.
Diesen kann ich positiv umformulieren.
Einen „Neuanfang“ kann ich so beschreiben, dass ich etwas Neues ausprobieren will, einen „Quereinstieg“, indem ich Fähigkeiten auf neuem Gebiet einsetzen und dazulernen will, dass ich Kenntnisse und Fähigkeiten weiterentwickeln und vertiefen will. Auch ein „Wiedereinstieg“ (nach Familienphase, Krankheit, ect.) wirkt mit einer authentischen Beschreibung, dass ich z.B. stärker denn je motiviert bin wieder im Team zu arbeiten, positiver.

Desire

Wie kann ich bei dem Arbeitgeber das Verlangen wecken, mich kennenzulernen bzw. einzustellen?
Jetzt gilt es, dem Arbeitgeber die richtigen Argumente überzeugend zu übermitteln, warum es vorteilhaft für ihn wäre, mich kennenzulernen. Anhaltspunkte für diese Argumente ergeben sich aus den Aufgabenbeschreibungen der Stellenanzeige und auf der Firmenwebsite.
Hier kommt es darauf an, über rationale Ansprache, darzustellen, warum ich für den jeweiligen Posten eine sehr gute Besetzung bin. Dies kann gelingen, indem ich mit einem persönlichen Anschreiben, das auf die Firma und auf die Stelle zugeschnitten ist, zeige, dass ich mich wirklich mit der Firma und mit der Stellenausschreibung auseinandergesetzt habe. Es ist wichtig, dass ich die relevante Ansprechperson persönlich mit korrektem Namen anschreibe und dass ich mich auf spezielle Anforderungen an den Bewerber aus der Anzeige mit eigenen Worten beziehe.

Es ist sinnvoll, hierbei die wichtigsten Punkte zuerst aufzugreifen und diese, wo immer es sich anbietet, mit anschaulichen Beispielen zu unterlegen (z.B. „Einen soliden Erfahrungsschatz im Projektmanagement konnte ich mir beim konzipieren und durchführen diverser Kundenzeitschriften aneignen. Besondere Freude bereitete mir dabei, der vielseitige Kontakt mit verschiedensten Kunden und externen Dienstleistern.“)

Kurz: es geht in diesem Teil darum, dass ich auf meine besonderen (fachlichen und persönlichen) Vorteile hinweise, die exakt auf die, in der Stellenausschreibung verlangten Qualifikationen passen.

Damit ich andere überzeugen kann, ist es wichtige, vorher für mich selber analysiert zu haben: Was habe ich auf fachlicher Ebene zu bieten? Was sind meine ganz persönlichen Fähigkeiten, durch die ich mich von anderen unterscheide? Was ist meine persönliche Motivation für diesen Job?

Wenn ich mir hier Klarheit über mich selbst und den Arbeitgeber (Welche fachlichen und persönlichen Eigenschaften sind für den Arbeitgeber interessant?) verschafft habe, muss ich nur noch die richtigen Worte finden, beide Seiten zusammenzubringen. So anschaulich, so konkret, so persönlich und dadurch so individuell und glaubhaft wie möglich.

Action

Wie kann ich den Arbeitgeber zum Handeln (mich einzuladen) motivieren?

Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Kontakt sollten an zentraler Stelle auf Anschreiben, Lebenslauf und (wenn mich eins benutze) auf dem Deckblatt korrekt, übersichtlich und gut zu finden platziert werden. Und am Ende des Anschreibens sollte ich je nach meiner Persönlichkeit eine aktivierende Formulierung setzen: Das kann bedeuten: „… dürfen Sie mich sehr gern anrufen.“, „…freue ich mich sehr über Ihr Signal.“ statt einer passiven wie z.B.: „…bin ich sehr gern für Sie erreichbar.“ Natürlich gilt es hier, die Grenze zu einem aggressiven zu selbstbewussten Drängen nicht zu überschreiten, sondern ich sollte freundlich und respektvoll Interesse bekunden.

 

Inwieweit sich die A.I.D.A-Theorie auch auf ein Bewerbungsgespräch anwenden lässt, haben wir bislang noch nicht erforscht. Jedoch hilft die bloße Vorstellung einer solchen steuerbaren „Choreographie“, die oft als bedrückend wahrgenommene Bewertungssituation mit ein bisschen mehr Leichtigkeit und Augenzwinkern zu betrachten und sich selbst wieder als „Gestalter“ anzusehen.

Hier finden Sie mehr dazu:
https://karrierebibel.de/aida-modell-in-der-bewerbung/
https://www.job-arbeit-beruf.at/schriftliche_bewerbung/aida.html
https://arbeits-abc.de/bewerbungsschreiben/

Die ABU gGmbH unterstützt bei der Berufsfindung und bei der Auswahl des passenden Berufsabschlusses. Sie hilft bei der Klärung von den relevanten Fragen: Was habe ich auf fachlicher Ebene zu bieten? Was sind meine ganz persönlichen Fähigkeiten, durch die ich mich von anderen unterscheide? Was ist meine persönliche Motivation für diesen Job? Die ABU gGmbH bietet seit vielen Jahren verschiedene Angebote der beruflichen Weiterbildung, des externen Ausbildungsmanagements und der beruflichen Orientierung an. Kompetente Dozenten, Ausbilder und Sozialpädagogen unterstützen ihre Kunden täglich in verschiedenen Lebensphasen dabei, sich beruflich weiterzuentwickeln und nachhaltig auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Dabei setzt die ABU gGmbH auf eine hohe Qualität durch zertifizierte Bildungsangebote, erfahrene Mitarbeiter und modernisierte Strukturen. Sie unterstützt auch regionale Kooperationspartner bei der Förderung, Ausbildung und Qualifizierung ihres Fachkräftenachwuchses.

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MobiPro-EU

Wetter aktuell: Barcelona (Katalonien) 23°C, nachts 16°C; Palermo (Sizilien) 27°C, nachts 24°C; Padua (Venetien) 22°C, nachts 16°C.
In Berlin nähern sich die Temperaturen langsam aber sicher dem Gefrierpunkt. Erneut eine ungewohnte Situation für unsere MobiPro- Teilnehmer aus Spanien und Italien.
Seit Anfang August sind sie bei uns in Berlin, haben 4 Wochen ein Probepraktikum im Hotel oder Restaurant absolviert und sich riesig über den Ausbildungsvertrag als Restaurantfachfrau/-mann bzw. Koch/Köchin gefreut. Nicht nur sprachliche Barrieren mussten sie meistern, sondern viele andere Klippen von der Unterkunft bis zu behördlichen Auflagen umschiffen.
Obwohl die Probezeit erst am 31.12.2015 endet, können wir das Fazit ziehen: Sie sind in Berlin angekommen. Wir, das sind in erster Linie Olaf Schultgen, Ingrid Kepper, Sabine Sohr, Rudolf Mauch, Ingo Zumpe und als Controller René Rommeiß. Das MobiPro-EU-Projekt, gefördert vom Bundesarbeitsministerium, ist für die ABU gGmbh Neuland und entsprechend intensiv hinsichtlich der Wahrnehmungen, den Erkenntnissen und der Verantwortung.Jeder von uns im Team verfügt über langjährige Berufserfahrungen in den unterschiedlichsten Projekten des Arbeits- und Bildungsmarktes.

MobiPro-EU ist nicht vergleichbar. Speziell das Wissen, das ein individuelles Scheitern die Rückkehr ins Heimatland mit sich zieht, bewirkt eine emotionale (An-)Spannung, die die Vorgehensweise und die Beziehungsarbeit komplex beeinflusst. Unterm Strich können wir das positive Zwischenergebnis ziehen, dass sich von den 32 Kandidaten Anfang August aktuell 27 Spanier und Italiener in Ausbildung befinden. Von den restlichen fünf Teilnehmern haben zwei einen Arbeitsplatz in einem anderen Bundesland gefunden, einer ist in ein anderes MobiPro-Projekt gewechselt, eine Italienerin hat den bereits vorliegenden Ausbildungsvertrag nicht unterschrieben und ein Spanier ist trotz Ausbildungsvertrag zurück nach Barcelona geflogen. Damit sind wir auf einem guten Weg, das Ziel des Bundessonderprogramms –einen Beitrag zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Europa und zur Fachkräftesicherung in Deutschland zu leisten – zu erreichen. Um den Integrationsprozess weiterhin erfolgreich zu gestalten, setzen wir unsere sozial- und berufspädagogische Maßnahmen kontinuierlich fort. In diesem Zusammenhang möchten wir uns hiermit nachdrücklich bei den Mitarbeitern der ABU-gGmbH herzlichst bedanken, die uns tatkräftig und engagiert unterstützt haben.

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